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Debussy & Satie

Debussy / Fazil Say


„Erik Satie – Gymnopédiste“: So stellte sich Satie seinem Kollegen Claude Debussy wahrscheinlich vor, als die beiden im Kabarett „Chat Noir“ erstmals zusammentrafen. Sie wurden Freunde, obwohl oder gerade weil sie so verschieden waren. Während Debussy mit neuen impressionistischen Gestaltungsideen die Musik revolutionierte, rebellierte der einsame Kabarett-Pianist Satie mit Gymnopédien und Gnossiennes. Das Gipfeltreffen der beiden ist nun das Thema des ersten französischen Albums von Fazil Say. Hätten sich die beiden das damals träumen lassen? Der zu Lebzeiten fast mittelose Satie ist heute eine E- und U-Grenzen sprengende Kultfigur, seine so seltsam zeitlose, fast „stehende“ Musik populär wie nie. An Popularität hat er Debussy eindeutig überholt. Dessen Préludes beschwören Zusammenhänge zu Natur, Literatur und Kunst herauf. Sie erneuern die Idee des romantisch-poetischen Klavierstücks mit Titeln wie La Danse de Puck (mit Bezug auf Shakespeares Sommernachtstraum), Danseuses de Delphes (nach einer antikisierten Figurengruppe im Louvre) oder La Cathédrale engloutie (nach der bretonischen Legende der versunkenen Kathedrale von Ys). Auch Saties Klavierstücken liegen Visionen einer antiken Musik zugrunde, die der bekennende Esoteriker und Mitglied der Rosenkreuzer freilich frei fantasierte. Zu Lebzeiten der beiden Komponisten hat es niemals ein Konzert mit gemeinsamen Werken gegeben. Nun bringt Fazil Say zusammen, was durchaus zusammen gehört.

CD:   25.-
Vö:    31.8.2018

 

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